Doppelt hält besser – auch bei Glück

Der dritte Artikel aus einem buddhistischen Tempel und doch eine komplett neue Erfahrung. Heute kamen wir etwas schwerer aus dem Bett, da am Vortag leider einige im Hotel einen ziemlichen Lärm veranstaltet haben. Daher haben wir uns nach dem Frühstück, bei der Überlegung des zeitlichen Aufwandes für den geplanten Tag, dafür entschieden, uns wieder hinzulegen und zumindest noch eine Stunde zu schlafen. Dafür hatten wir zum Glück Zeit, da wir erst um 18.00 Uhr zu dem Mönch eingeladen waren. Nachdem wir uns dann fertig gemacht haben sind wir Punkt 12:07 (wir haben den Tag auf Karten aufzeichnen lassen) losgegangen. Die Actioncam, die Spiegelreflexkamera mit 2 Objektiven und den Handys dabei ging es los. Geplant war eine Kirche („Notre Dame“), das alte Postamt und ein paar Tempel. Aber zu allererst wollten wir Mundschutzmasken kaufen. Das war schwerer als gedacht, denn entweder gab es keine Masken mehr oder die Geschäfte verstanden gar nicht was wir wollten. Auch Bilder halfen hier nicht weiter. Wir wurden leider nur weggeschickt. In einem Geschäft aber hatten wir 2 Tage zuvor ein paar Masken gesehen. Direkt nach einem kühlen Bier im Schatten um ein wenig die Temperatur zu senken steuerten wir den Laden an.

Die ersten Stationen des Tages

Nachdem wir im Laden den erhofften Mundschutz für Lisa bekommen haben und ich den Mundschutz, der eigentlich bereits aussortiert wurde (wir hatten welche mit nach Vietnam gebracht), als doch tauglich eingestuft habe, ging es weiter zur bereits über den Dächern zu sehenden Notre Dame Kathedrale. Natürlich ist diese nicht so schön wie das Pariser Original es einmal war. Dort angekommen fiel uns abgesehen von den ersten Touri Hop On Hop Off Bussen auf, dass das von Lisa erwähnte Post Gebäude genau gegenüber stand. Doch bevor es dort hineinging wollten wir einige Meter gehen um uns etwas zu trinken zu besorgen. Wie es der Zufall wollte standen wir plötzlich in der Bücherstraße, die Lisa sowieso gerne sehen wollte. Also schlenderten wir durch die Gasse und bestaunten die vielen verschiedenen kleinen Buchgeschäfte, Läden und liebevoll gestalteten Cafés bevor es zum Post Gebäude zurück ging. Tatsächlich hatte ich es mir anders vorgestellt, denn nach den zuerst ins Auge fallenden ca. 15 Souvenir Geschäften gab es tatsächlich nur 3 offene Schalter. Das Gebäude ist leider nicht mehr das was es mal war und war für mich persönlich eine kleine Enttäuschung. Die Kirche war dann leider auch geschlossen und wir gaben uns mit einigen Fotos von außen zufrieden.

Ein Tempel und eine etwas andere Kirche

Auf unserem Weg Richtung Hauptziel des Tages, das auf der anderen Flussseite lag und eigentlich nur eine Strecke von 4,8km entfernt lag, kam als nächstes ein Hinduismus Tempel. Von außen hatten wir erwartet, dass dieser Tempel mindestens zwei Stockwerke hat. Im inneren sah man dann aber direkt, dass es nur ein Stockwerk ist und in der oberen Etage scheinbar nichts ist. Das Wellblechdach störte den Eindruck eines Tempels irgendwie. Wir gingen langsam durch den Bereich den man mit seinen Schuhen betreten durfte durch und sahen uns ein wenig um bevor wir uns einig waren direkt weiter zu gehen. Die gesparte Zeit sollte sich später als genau richtig erweisen. Am Abend zuvor hatte ich Lisa vor dem Serie gucken eine pinke Kirche gezeigt. Sie hat zuerst nicht geglaubt dass diese echt sei, vor allem weil sie sogar innen pink war. Ein seltsamer Anblick. Doch durch Zufall standen wir plötzlich vor genau dieser Kirche! Auch wenn sie leider ebenfalls wegen Bauarbeiten geschlossen war so war sie doch ein sehr interessanter und schöner Anblick. So etwas hatten wir dann doch noch nie gesehen.

Das Glück das nicht jeder essen kann

Mittlerweile war es nach 16 Uhr und das Schlendern durch die Straßen, die an jeder Ecke Neues boten, war schuld daran. Sicherlich hätten wir diese Strecke auch in einer Stunde schaffen können – aber das wollten wir nicht. Diese Stadt wird unserer Meinung nach unterschätzt. Ja: sie ist laut, chaotisch und teilweise leider sehr dreckig. Aber ebenso herzlich, freundlich, hip, interessant, neu und alt. Einige Leute amüsierten sich über meine schwarze Mundschutzmaske die eigentlich Lisa gehörte. Die Leute hatten sichtlich Spaß an ihr. Sie sah wohl sehr witzig im Zusammenspiel mit meinem Bart aus. Und dazu noch ein Teddy bei einem Mann? Naja, was soll’s? Ist doch witzig. Wir hatten uns einen Tempel kurz vor der Brücke über den Fluss markiert. Doch kurz vor diesem entdeckten wir eine andere riesige scheinbare Tempelanlage. Doch sie war leider geschlossen und wir konnten nicht raus finden was es nun war: Tempel oder nicht? Diese Frage wollte ich beantworten und ging ohne etwas zu sagen nach rechts. Als Lisa fragte wohin ich wolle erklärte ich, dass wir vielleicht an der Seite oder hinter dem Gebäude mehr erfahren können. Dem war nicht so. Dafür entdeckten wir einen anderen Tempel. Von außen wunderschön verziert. Im kleinen Hof Pflanzen und eine riesige Statue mit einem goldenen Buddha im Fels und einem blauen Drachen über dem Teich. Ein weiblicher Mönch goss gerade die vielen Pflanzen mit einem Wasserschlauch. Da kein anderer da war wussten wir mal wieder nicht ob wir reingehen können oder nicht. Doch wir sahen zwei paar Schuhe an der Treppe und dachten uns dass diese von anderen Besuchern sein mussten. Also gingen wir nach ein paar Fotos des Buddhas und des Drachen hinein. Nach einigen Schritten sahen wir einen zweiten weiblichen Mönch (scheinbar gibt es in diesem Tempel nur weibliche Mönche) mit zwei anderen Vietnamesen. Sie stand direkt auf und geleitete uns einige Schritte zurück zum Buddha im Eingangsbereich und deutete uns das wir uns verneigen sollen. Natürlich taten wir dies. Sie zeigte uns dann da sie kein Englisch konnte mit einer Handbewegung, dass wir nach oben gehen können. Wir nickten und sie lächelte bevor sie voraus ging und die anderen zwei Besucher ebenfalls mit nach oben gingen. Oben im vierten Stock angekommen sahen wir einen riesigen wunderschönen Raum mit Bildern an den Wänden und einem riesigen goldenen Buddha mit Schrein und einer Wandmalerei von Bambus an der Wand im Hintergrund. Die Verbeugung vor dem Buddha haben wir bereits vom vorigen Tag übernommen und schauten uns dann im Raum um. Der Mann und die Frau die wir als Besucher des Tempels vermuteten kannten den Mönch scheinbar persönlich. Während die Frau und der Mönch am Geländer standen kam der Mann zu mir und zeigte mir sein Handy. Zu sehen war eine Übersetzer App und dort auf Englisch zu lesen „Thanks for visiting our Temple.“. Wir lächelten. Es war eine etwas skurrile Situation die aber gerade erst der Beginn einer wunderbaren neuen Erfahrung war. Nach einige Fragen und Antworten über das Handy kamen die Frau und der Mönch zu uns und der Mönch schaute uns an und zeigte Gesten für Essen und Schlafen. Der Mann zeigte uns auf dem Handy eine Übersetzung. Der Mönch wollte uns zum essen im Tempel einladen. Wir waren keine 5 Minuten dort und wurden so herzlich begrüßt. Wir nahmen dankend an. Auf die Frage ob wir ein Hotel haben antworteten wir wahrheitsgemäß mit ja. Unten wieder angekommen kam der zweite Mönch dazu und man setzte uns an einen ca. 4m langen dunklen Holztisch der hinter dem Buddha am Eingang stand. Wenige Sekunden und drei Gänge in die Küche später hatten wir zwei eisgekühlte Getränke, zwei Schüsseln zum Essen, einen Teller mit Nudeln, einen Teller mit frischen verschiedenen grünen Blättern und eine große Schüssel mit Brühe und Einlage (dem Glauben entsprechend nur vegetarisch). Man füllte uns die Schüsseln und wir aßen das wunderbar aussehende und duftende Mahl, nachdem Lisa mit der Frau zusammen für ein Foto bereit stand. Der Mann saß die ganze Zeit bei uns während die Mönche nur zwischendurch vorbei kamen um uns zu fragen wie es uns schmeckt, unsere Teller einmal wieder komplett aufzufüllen und Getränke nachzufüllen. Letzteres ist uns nicht bekannt was es war, es war dunkel mit Kernen am Boden unter dem Eis und sehr lecker, eine Art Eistee. Ein Mönch und die Frau erklärten Lisa dann noch das sie zusätzlich zu den Stäbchen auch den Löffel benutzen könne. Der Mann stellte einige Fragen und betonte noch 2 mal wie schön es ist dass wir hier sind. Wir antworteten dass es uns eine große Ehre ist und wir sehr froh sind hier sein zu dürfen. Das freute auch die Mönche nachdem der Mann es weitergab. Von den Mönchen wurden uns dann auch noch zwei Tüten voll Obst überreicht und der Mann erklärte uns, dass man uns damit viel Glück und Gesundheit wünscht. Und ganz wichtig: „The luck cannot get eaten by anyone.“ Nur wir durften also das uns Geschenkte essen und nur uns selbst kann es Glück bringen, es ist nicht übertragbar. Also auch nur jeder sein Obst und damit sein Glück. Was für eine schöne Geste. Das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen hatten wir nun bereits etwas von einem Mönch geschenkt bekommen. Wie Lisa bereits im letzten Eintrag erwähnte ist das eine Ehre und war einer meiner Wünsche. Nun wurde er zum zweiten Mal erfüllt. Zum Abschied gab es noch ein Foto mit mir und dem Mann (der nun auch bereits mit mir auf Facebook befreundet war) und wir wurden eingeladen doch bitte jederzeit wiederzukommen wenn wir in der Nähe sind. So viel Gastfreundschaft. Womit hatten wir das verdient? Doch eins fiel uns noch auf: Zum zweiten Mal waren wir die einzigen Westeuropäer vor Ort. Vielleicht war es das gepaart mit der Tatsache, dass wir uns wirklich für das große Ganze interessieren und nicht nur ein paar Fotos machen wollen. Ich denke sie haben gemerkt, dass wir wirklich das Land und dessen Leute kennenlernen wollen. Ein Foto mit einem der Mönche zur Erinnerung durften wir leider nicht machen, da dazu der Abt seine Erlaubnis aussprechen muss. Dieser war aber leider nicht anwesend. Kein Problem für uns, auch wenn es schön gewesen wäre. Aber das Lachen des Mönchs das ganz offenbar ein freudiges Lachen war (diese Frage kam wohl nicht sehr häufig vor) war mindestens genauso gut und ein schöner Abschluss dieses einmaligen Besuches. Doch mittlerweile war es durch die außerplanmäßige Einladung bereits nach halb 6. Wir würde es nicht mehr pünktlich zu unserer 18 Uhr Einladung schaffen. Werden wir den Mönch vom Tag zuvor dann überhaupt noch treffen?

Zu spät und doch genau richtig

Die Zeit drängte und wir legten noch einen Schritt zu. Wenige Meter weiter sahen wir das eigentliche Ziel unseres Tages vor dem Treffen mit dem Mönch. Ein weiterer buddhistischer Tempel der von außen riesig aussah. Allerdings waren bereits direkt am Eingang und auf den Treppen Schaaren von Touristen zu sehen und in dem Moment wussten wir, dass der kurze Abstecher die richtige Entscheidung war. Alles hatte zeitlich gepasst. Lisa würde diesen Tempel wegen der riesigen Außenanlage dennoch noch gerne sehen, sofern wir dafür die Tage früh morgens noch die Zeit finden. Der Weg zum Tempel des Mönches war nun eine Reise in das Ho Chi Minh wie es wohl kaum Touristen kennen. Kein westlich aussehender Mensch außer uns ist auf den nächsten 2 km zu sehen. Stattdessen farbenfrohe kleine Stände in kleinen Geschäften, auf Wägen und auf dem Boden. Früchte die uns komplett unbekannt sind und bekannte Formen und Farben reihen sich aneinander in großen geflochtenen Körben. Die Leute die hier verkaufen und kaufen? Vietnamesen. Und wir? Wir werden hier von fast allen angeschaut und von vielen angelächelt. Man lächelt und nickt uns zu. Der ein oder andere winkt auch. Es ist so wahnsinnig interessant hier, dass wir immer wieder in Versuchung kommen, stehen zu bleiben. Doch die Zeit lief weiter und wir wollten nicht viel zu spät kommen. Den Eingang vom Tempel mussten wir zuerst suchen. Denn unsere Navigation führte uns zu einem Seiteneingang der gut versteckt war. Doch nicht gut genug für uns. Ein großes rotes Eingangstor mit einem großen gelben Swastika darauf begrüßte uns. Ein altes Zeichen des Glücks. Wir waren hier richtig. Dahinter sahen wir zuerst einen riesigen Hof und bereits hier prunkvolle goldene Buddha Statuen, zwei mit farbigen Drachen verzierten Wände, ein großer roter Holzbogen mit goldenen chinesischen Schriftzeichen und natürlich den Tempel. Alles beleuchtet von Laternen und Lampen. Dazu ein paar Bänke und 3 große Gefäße aus Zement mit Räucherstäbchen darin. Doch von dem Mönch war leider nichts zu sehen. Wir entschieden uns zuerst einmal in den Tempel zu gehen um uns hier umzusehen. Wir zogen die Schuhe aus und verneigten uns vor dem Buddhaschrein im Inneren. Andere Leute beteten gerade an den Schreinen und wir wollten auf keinen Fall den Eindruck erwecken das nicht zu respektieren. Mit Fotos warteten wir beim ersten Rundgang ganz. In der Mitte des Tempels stand ein riesiger goldener Buddha mit 3 weiteren kleineren Buddhas vor sich. Mehrere Tische mit Buchständern (bedruckt mit Pikachus) für die Gebetsbücher und unglaublich beeindruckende rote Säulen mit sich darum windenden goldenen Drachen. Ein Wahnsinnsanblick. Nach der ersten Runde gingen wir kurz wieder raus um nach dem Mönch Ausschau zu halten. Ich fürchtete schon, dass dieser bereits wieder in seinem Quartier war, da wir 15 Minuten zu spät dort waren. Nach wenigen Minuten des Wartens gingen wir dann noch um den Tempel herum und entdeckten dabei 3 kleinere abgeschlossene Gebäude mit Buddha Schreinen im inneren. Nun waren wir nach einer Fotorunde im Tempel wieder vorne. Bereits 20 Minuten waren vergangen und wir hatten schon keine Hoffnung mehr, dass der Mönch noch auftauchte. Waren wir ja auch selbst Schuld. Aber in dem anderen Tempel konnten wir unmöglich die Einladung zum Essen ausschlagen. Heute allerdings kam uns das Armband des Mönches vom Tag zuvor zugute: Wir hatten Glück.

Der Mönch tauchte in einem schwarzen Gewand auf und begrüßte uns direkt. Er erzählte, dass er nun mit seinem Abendgebet fertig ist und leider etwas später von seiner kurzen Reise zurück war. Perfekt dachten wir uns. So waren wir zu spät und dadurch genau richtig. Wer weiß ob wir noch hier gewesen wären, wenn wir bereits um 18 Uhr angekommen wären. Einige andere Buddhisten kamen zu ihm und reichten ihm die Hand, verneigten sich und tauschten ein paar Worte aus während wir geduldig warteten. Dann wandte er sich uns zu, erzählte uns etwas über den Tempel und bat uns, uns hinzusetzen. Der Abt der diesen Tempel früher aufbaute kam aus China. Dies ist bereits einige Jahrzehnte her. Er schnitt sich nach der Fertigstellung in den Finger und soll mit seinem Blut insgesamt 81 Sutras (Lehren) geschrieben haben. Warum haben wir leider nicht erfahren. Im Vietnamkrieg flüchtete der Abt nach China und dann in die USA. Lange war sein Verbleib unbekannt bis er nach 10 Jahren der Abwesenheit starb. So lange hatte dieser Tempel keinen Abt. Erst danach gab es wieder einen neuen. Der aktuelle Abt, der Altehrwürdige, ist gleich von 5 Tempeln der Abt und der oberste des chinesischen Buddhismus in Vietnam. Eine hohe Person also. Im Tempel hatte mittlerweile das Abendgebet angefangen und der Gesang eines anderen Mönches kam im Wechsel mit dem Gesang der Anwesenden aus dem Tempel. Der Mönch fragte uns, ob wir nur als Touristen hier sind und wie lange wir noch bleiben. Wir antworteten, dass wir uns nicht wirklich als klassische Touristen sehen sondern als Reisende und dass wir zwar keine Buddhisten sind, uns aber beim ersten Besuch sehr wohl gefühlt haben und beeindruckt sind von dieser Gemeinde hier. Diese Antwort schien ihn zu freuen. Und uns gefiel wiederum seine Reaktion, denn die Antwort war ehrlich. Er entschuldigte sich kurz und deutete uns zu warten. Keine zwei Minuten später kam er wieder zu uns… mit zwei Armbändern in der Hand. Kann das wirklich sein? Immer wollte ich von einem buddhistischen Mönch ein Armband bekommen und nun gab es innerhalb von 3 Tagen das zweite? Oder waren diese Bänder nicht für uns? Doch. Sie waren für uns. Er gab sie Lisa in die Hand und sagte, dass diese für uns sind. Bestehend aus fünf Fäden in den Farben der buddhistischen Flagge: blau, grün, weiß, rot und orange (letztere steht für den historischen Buddha selbst). Dazu erklärte er uns, dass diese Armbänder einen Glücksknoten haben und vom Dalai Lama (!) höchst persönlich gesegnet wurden. Bitte was? Vom Dalai Lama persönlich? Und ja, wir hatten es beide gehört. Der Mönch legte uns die Armbänder noch an und befestigte sie mit einem Knoten. Und immer noch war mir nicht klar, wie wir zu dieser Ehre kommen. Aber der Abt, der Höchste des chinesischen Buddhismus in Vietnam, hatte wohl einen entsprechenden Stand. Und so kam es, dass wir nicht nur ein Armband bekamen, das von einem Mönch der es uns schenkte gesegnet war, nein. Noch dazu eines gesegnet vom Dalai Lama persönlich. Nun sind wir zwar keine Buddhisten, können uns mit dieser Philosophie (laut den Mönchen keine Religion) gut anfreunden und finden viele Ansätze sehr interessant. Anschließend gab es noch zwei traditionelle vietnamesische Puddings (Das Glück kann nicht von jedem gegessen werden!) bevor der Mönch sich endgültig von uns verabschiedete. Einige Minuten saßen wir noch da und ließen die gesamte Situation auf uns wirken – verarbeiten, verdauen, begreifen. Das ganze während einem kurzen netten Gespräch mit einem Vietnamesen der sich nun interessiert zu uns gesetzt hatte. Wir sprachen mit ihm über unsere bisherige Reise und über die weiteren Pläne so gut es mit seinem Englisch möglich war. Es klappte ganz gut und er war ziemlich beeindruckt von unserem Fußmarsch bis zum Tempel. Ganz zu schweigen vom bevorstehenden Rückweg.

Der Bär auf dem Rückweg

Noch ein kleiner Abschluss da mir die Situation rund um meinen neuen Bärchen-Mundschutz so gut gefiel. Es ging zurück zum Hotel. Ein langer Weg lag vor uns und besonders in Erinnerung blieb mir ein kleines Mädchen das hinter einem Stand bei ihrer Oma auf einem Liegestuhl saß. Als sie mich sah lächelte sie und winkte mir zu. Und sie lächelte noch viel mehr und freute sich, als ich ihr zurück gewunken hatte. Ein schöner Tag geht nun langsam zu Ende. Die Maske hatte ich dann leider noch verloren und bemerkte es erst 1 km später. Doch ich wusste wo es gewesen sein musste und in der Hoffnung diese wiederfinden zu können gingen wir zurück. Auch wenn ich noch andere Masken habe, so hatte diese bereits vielen Freude bereitet und das gefiel mir. Fremde lächelten und winkten. Keiner lachte wie ich zuerst befürchtet hatte über mich. Sondern alle mit mir. Die Maske fanden wir dann auch, dem ganzen Glück sei dank, an genau der Stelle die ich vermutet habe wieder und so gingen wir im dunkeln die letzten 2 km zurück ins Hotel. Ein perfekter Tag mit einem glücklichen Ende.

2 thoughts on “Doppelt hält besser – auch bei Glück

  1. Gut das Ihr beide gern was probiert und auch beim Essen. So manche Sache wären da sicher gar nichts für mich, auch wenn ich Reis und Nudeln mag. Lasst es euch allzeit schmecken und vor allem gut bekommen 🙂

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